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Manche glauben, dass Unfälle die häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit bzw. Erwerbsminderung sind. Aber das ist nicht der Fall, denn viel häufiger führt eine Erkrankung zum Verlust der Arbeitskraft.
Sehr häufig sind psychische Erkrankungen, Herz-Kreizslauf-Erkrankungen, Krebs, Nervenkrankheiten oder Störungen des Bewebungsapparats die Ursache für eine längere bis dauerhafte Erwerbsminderung. Teilweise sind die Erkrankungen behandelbar und können soweit vermindert werden, dass es dem Betroffenen anschließend wieder möglich ist, eine Tätigkeit, nicht selten sogar die ursprüngliche, wieder aufzunehmen.
Wie wahrscheinlich es ist, dass jemand berufsunfähig wird, hängt zu einem gewissen Prozentsatz von der verrichteten Tatigkeit ab. Das Unfallrisiko eines Dachdeckers ist sicherlich höher als das eines Verwaltungsangestellten. Trotzdem können auch bei jemandem, der eine überwiegend sitzende Tätigkeit ausübt, fehlerhafte Körperhaltung oder Stress das vorzeitige Berufsende bedeuten.
Eine ebenso wichtige Rolle spielen Ihre Lebensumstände. Rauchen Sie oder betreiben Sie gefährliche Sportarten? Sind Sie übergewichtig? Befinden Sie sich bereits in ärztlicher Behandlung, weil beispielsweise Ihr Blutdruck zu hoch ist? Trinken Sie viel Alkohol?
All diese Faktoren können im Ernstfall eine Berufsunfähigkeit nach sich ziehen.
Ein zusätzlicher Faktor sind ererbte Krankheiten. Kommt es in Ihrer Familie beispielsweise häufig zu Krebs, so gelten auch Sie als höher gefährdet als anderen.
Damit die Versicherer Ihr Risiko, berufsunfähig zu werden, richtig einschätzen können, werden Sie vor Abschluss einer BU-Versicherung eine Reihe von Fragen beantworten müssen, die zeigen sollen, wie hoch Ihr Risiko statistisch gesehen ist. Danach bemisst sich dann Ihr monatlicher Beitrag. ist Ihr Risiko zu hoch besteht auch die Gefahr, dass Sie sich nicht mehr versichern können.
Nicht nur deshalb empfiehlt es sich, möglichst frühzeitig eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Denn sind Sie erst einmal versichert, können Sie den Schutz nur schwer wieder verlieren.
Wichtig ist, dass Sie die Fragen wahrheitsgemäß beantworten, damit Ihnen im Ernstfall nicht wegen einer falschen Angabe die Zahlung einer BU-Rente verweigert wird.
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